Sarah Schoderer   |   09.02. bis 24.03.2017

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Die Verbindung aus Malerei und Skulptur prägt Sarah Schoderers neue Arbeiten. Einerseits nutzt sie ältere, nie gezeigte Gemälde als Ausgangsmaterial für skulpturale Werke. Die mit Epoxidharz verhärteten Leinwände werden zu plastischen Arbeiten im Raum, gefaltet oder an die Wand gelehnt. Die ursprüngliche Malerei wird in einen neuen Kontext gerückt und um eine räumliche Dimension erweitert.

Neben diesen skulpturalen Arbeiten setzt sich Schoderer auch in ihrer Malerei mit der Gattung der Plastik auseinander. Sei es im wörtlichen Sinne, als bildliche Darstellung skulpturaler Elemente, oder als tiefgreifende Auseinandersetzung mit Farben und Fragen der Komposition, die sich im Zusammenhang mit der Konstruktion von Räumlichkeit in der Malerei stellen. Charakteristisch für Schoderer ist der pastose Farbauftrag, der eine reliefähnliche Haptik erzeugt und seinerseits einen räumlichen Charakter impliziert. Letztlich jedoch tritt die Materialität in Schoderers Arbeiten durch ihre Motive und Ideen in den Hintergrund.

Schoderer studierte Freie Kunst bei Friedemann Hahn in Mainz sowie bei Christa Näher an der Städelschule in Frankfurt. Ihre Arbeiten waren unter anderem in Ausstellungen im Kunstverein Heidelberg, im Neuen Kunstverein Gießen und in der Kunsthalle Darmstadt zu sehen. 2012 erhielt sie das Charlotte-Prinz-Stipendium der Stadt Darmstadt, 2014 ein Stipendium der Frankfurter Künstlerhilfe. 2013 und 2015 waren ihre Werke im Rahmen verschiedener Artist-in- Residence-Stipendien in Kroatien und Kenia sowie in Tunis zu sehen. Arbeiten von Schoderer befinden sich unter anderem in der Sammlung SØR Rusche sowie in der Sammlung Helaba.

Eröffnung: 08.02.2017 19:00 Uhr (Die Künstlerin wird anwesend sein.)